🔧 Pumpe zieht nicht oder Hebel blockiert? Hier ist die Lösung!

Wenn sich beim Pumpen kein Druck aufbaut oder der mechanische Hebel streikt, liegt das meist an einer kleinen Blockade oder Luft im System. Wähle dein Problem, um direkt zur passenden Videoanleitung zu springen:


Option A

Pumpverhalten & Widerstand wiederherstellen

Gilt für alle Graspressen (Handhebel- & Hydraulikmodelle)

01.

Ablassventil prüfen: Stelle sicher, dass das Ventil komplett im Uhrzeigersinn nach rechts geschlossen ist. Wenn es nur minimal locker sitzt, entweicht der Druck sofort wieder in den Tank.

Graveda Handrad Ablassventil
Wichtig: Das Handrad MUSS wackeln!

Viele Kunden vermuten beim Auspacken fälschlicherweise eine Fehlkonstruktion, weil das Handrad spürbares seitliches Spiel hat. Das ist absolut gewollt! Dieses Spiel ist technisch zwingend erforderlich, damit sich die interne Spindel unter dem enormen hydraulischen Druck beim Pressen perfekt zentrieren kann. Wäre das Rad starr fixiert, würde das Ventil verkanten, undicht werden oder abscheren.

02.

Hebelweg kontrollieren: Der Hebel muss bei jedem Hub komplett von ganz oben bis ganz nach unten durchgezogen werden. Kurze, schnelle Hubbewegungen ("Zittern") bauen in der Hydraulikkammer nicht genug Volumen auf.

03.

Luftpolster ausschließen: Fühlt sich der Hebel schwammig an, fahre das System komplett herunter (Ventil nach links auf) und pumpe 15 Mal zügig im Leerlauf. Das spült festsitzende Luftblasen aus den Pumpenventilen.

Option B

Druckmanometer zeigt keine Werte an

Gilt für Modelle mit Anzeige: GP50-5-7 & HRP-5T

01.

Gegendruck-Test machen: Platziere ein kleines Holzstück oder ein festes Magazin zwischen den kalten Heizplatten und pumpe auf Druck. Wenn sich die Platten fest schließen und blockieren, arbeitet die Pumpe fehlerfrei – das Problem liegt dann rein an der Anzeigezuleitung.

02.

Zulauf entlüften: Befindet sich eine Luftblase direkt im Zuleitungs-Gewinde des Manometers, kann sie den Öldruck abfedern, sodass die Nadel auf 0 verharrt. Führe hierzu den spezifischen Entlüftungsvorgang für Manometer-Modelle durch.


💬 Häufige Fragen zu Pumpe, Druck & Manometer

Nein, das ist absolut kein Defekt und keine Fehlkonstruktion! Bei den Modellen GP30-5 und GP50-5-7 ist dieses seitliche, lockere Spiel des Handrads technisch zwingend erforderlich. Sobald die Presse massiven hydraulischen Druck aufbaut, muss sich die interne Ventilspindel flexibel zentrieren können. Wäre das Rad starr verbaut, würde das Ventil unter Last sofort verkanten, undicht werden oder abscheren.

Beim Pumpen muss nach dem Schließen des Ventils ab einem gewissen Point (sobald die Platten das Material berühren) ein deutlicher mechanischer Widerstand spürbar sein. Der Kolben fährt dabei sichtbar aus dem Zylindergehäuse heraus. Passiert das nicht, entweicht das Öl intern über die Ventile oder der Ölstand ist zu niedrig.

Nein, minimale Abweichungen von 1–2 Strichen über der Null-Markierung sind kein Grund zur Sorge. Das im Manometer enthaltene Dämpfungs-Glyzerin reagiert auf Raumtemperatur und äußeren Luftdruck. Erst wenn die Nadel permanent massive Werte (z.B. über 500 Bar im Ruhezustand) anzeigt, liegt eine mechanische Dejustierung vor.

Ja, die Hydraulikkomponenten unserer Pressen sind modular aufgebaut. Ein Austausch der Pumpeneinheit oder der Dichtsätze ist mit normalem Werkzeug machbar. Wir empfehlen den Eigentausch jedoch nur bei technischem Grundwissen. Über unseren Support erhältst du sowohl die passenden Ersatzteile als auch Unterstützung für die Reparatur.

Ein hauchdünner Ölfilm an den beweglichen Bolzen des Hebelgelenks ist produktionstechnisch normal und dient der Schmierung. Wenn jedoch bei jedem Pumpstoß aktiv Öl aus der Kolbenstangenführung herausquillt, ist der dortige Simmerring (Nutring) verschlissen. Nimm das Gerät in dem Fall außer Betrieb und kontaktiere uns.